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Soutine: Paysage de Céret (2007) |
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programm notes
Zwischen 1919-21 schuf der Maler Chaim Soutine (1893-1943) eine Vielzahl von
Landschaftsbildern von Céret (Frankreich) und der Umgebung. Dieser große Zyklus schließt mehrere Bilder unter dem
Titel „Paysage de Céret“ (Landschaft in Céret) ein, aber auch „Maisons à Céret“ – Häuser oder
„Les Platanes à Céret“ – Bäume etc. Der dynamische, mitunter grobe Strich verleiht den Bildern eine
ganz eigene Ausdruckskraft. Die Formen geben der Empfindung nach, sind in der Perspektive verzerrt, manchmal
an der Grenze zur Abstraktion. Die Bilder wirken wild, als gehe ein Wind hindurch – mal als tosender Sturm, dann wieder
als leiser Hauch. Die Bewegtheit der Linien, sowie die besondere Farbigkeit drücken in jedem Bild andere Stimmungen aus,
meist düster, aber zuweilen auch hell, offen – für meinen Begriff allerdings nie ausschließlich heiter.
„Soutine: Paysage de Céret“ ist für Violoncello solo komponiert. Es kann
aber auch gemeinsam mit einem „sporadischen Akkordeon“ (ad libitum) aufgeführt werden. In diesem Fall
ist das Akkordeon als eine Art Schatten zu verstehen, die Musiker sollten auf der Bühne nicht nebeneinander
sitzen, sondern das Akkordeon abseits, hinter dem Cello, mitunter auch hinter der Bühne (versteckt) oder hinter
dem Publikum – je nach Raum. Das Akkordeon richtet sich in seinen Einsätzen ausschließlich nach dem Cello –
es gibt dafür Stichnoten in der Akkordeonstimme, eine Partitur wäre überflüssig. Rhythmische Ungenauigkeiten
im Zusammenspiel, leichtes Verwischen durch Verzögerungen aufgrund des
Abstands, bzw. der Sicht sind erwünscht!
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