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Ver–Suche (2006) |
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mp3 excerpt
(ensemble "adapter")
programme notes
Die heterogene Quartett-Besetzung versucht, innerhalb des Stücks zueinander zu finden – gesucht wird der
homogene Klang. Die unterschiedlichen Qualitäten der Tonerzeugung der Instrumente zeigen dabei
Grenzen, aber auch Möglichkeiten auf.
Es gibt mehrere Abschnitte, die gleichsam immer neue "Anläufe" für ein Zusammenspiel darstellen. Die
Verknüpfungen zwischen den Instrumenten – inhaltlicher Art: "Melodie" (und gehaltener Ton) bei Flöte und Cello,
"Harmonie" (und verklingender Ton) bei Vibrafon und Harfe; vom Material her: "Metall" bei Flöte und Vibrafon,
"Holz/Saiten" bei Cello und Harfe – finden Pendants in den Beziehungen der Teile untereinander. Es gibt ein
rhythmisches Gerüst, das in vielen Moment wirksam wird, wenngleich es mitunter nur noch als "strukturelles Skelett" in
Erscheinung tritt. Für die Harmonik spielen besonders die 7-Ton-Skalen der Harfe eine große Rolle, wobei die
enharmonische Verwechslung – und somit die Reduktion der Reihe auf 6 oder 5 Töne – speziell für die Harfe von
Bedeutung ist. Melodie wird zumeist stark komprimiert – etwa auf einen gehaltenen Ton.
Die "Ver-Suche" scheitern gewissermaßen, der einheitliche Klang kann nicht wirklich gefunden werden –
selbst in den homogensten Augenblicken scheint ein Instrument ausgegrenzt.
Letztlich bleibt den Musikern nur, ihre Instrumente wegzulegen... |